In den Teil 1 und Teil 2 meiner Artikelserie SEO für Einsteiger & Blogger ging es vor allem um einige wichtige Grundlagen. In diesem dritten Teil geht es nun um die interne und externe Verlinkung. Wieder habe ich 10 Tipps für dich, wie du mit richtigen und wichtigen Links deine Position in den Google Suchergebnissen verbessern kannst.

1. Verlinke intern.

Damit Google Zusammenhänge auf deinem Blog versteht und Artikel spezifischen Themen zuordnen kann, solltest du immer intern verlinken.

Bei manchen Sachen ist das leicht: Das Impressum, die Startseite und deine Kategorie werden von jeder Seite automatisch verlinkt, wenn weil sie in deiner Navigation aufgenommen sind. Alle Artikel in der Navigation unterzubringen klappt aber nicht und ist auch gar nicht sinnvoll.

Du solltest immer dann andere Artikel verlinken, wenn sie thematisch zum aktuellen Artikel passen. Wenn du also beispielsweise ein Rezept für New York Cheesecake vorstellst, dann solltest du dort auch zu deinem Käsekuchenrezept verlinken.

2. Verlinke von sogenannten Hubseiten.

Seiten, die von (fast) allen deinen anderen Seiten verlinkt werden, sind sogenannte Hubseiten. Dazu zählt zum Beispiel das Impressum (das Impressum muss ja von jeder anderen Seite mit einem Klick erreichbar sein).

Weil diese Seiten von all deinen anderen Seiten verlinkt werden, sind sie für Google besonders wichtig und wertvoll. Sie bekommen innerhalb deines Blogs besonders viel sog. „Link Juice„. Du solltest für dich wichtige Artikel oder Artikel mit denen du besonders oft über Google gefunden werden willst, deshalb auch von diesen sogenannten Hubseiten zurück verlinken.

Denkbar ist zum Beispiel, dass du beim Impressum ein spezielles Widget deiner Sidebar hinzufügst, von dem deine 5 wichtigsten Artikel verlinkt werden. Oder du baust Themenseiten auf, von denen dann auf einzelne Artikel verlinkst. Die Themenseiten selbst sind immer im Footer verlinkt.

3. Verlinke auf externe Seiten.

Auch wenn niemand gern Besucher abgibt: Manchmal solltest du auf andere Blogs und Webseiten verlinken. Dann nämlich, wenn deine Leser dort weiterführende Informationen finden können. Das hilft Google, Relevanz und Inhalt deines Artikels besser einzuordnen.

Dazu gehört auch, dass du deine Quellen verlinkst. Wenn dein Rezept so ähnlich schon einmal woanders beschrieben wurde, dann verlinke auf diese Seite. Das hilft nicht nur Google, sondern verbessert auch deine Glaubwürdigkeit und Transparenz gegenüber deinen Lesern.

4. Verlinke auf wichtige externe Seiten.

Im Internet gibt es einige sogenannte „Authorities“. Also besonders wichtige Webseiten. Diese Webseiten genießen bei Google eine besonders hohe Wertschätzung.

Viele wichtige Nachrichtenportale gehören dazu, aber auch Wikipedia ist eine dieser Authorities. Vielleicht ist dir das schon mal aufgefallen: Bei vielen Themen steht immer der passende Wikipedia-Artikel auf Platz 1 bei den Google Suchergebnissen.

Das solltest du dir zunutze machen und ab und zu auf diese wichtigen Seiten verlinken. Google kann die Relevanz deines Artikels so besser einschätzen.

5. Verwende sogenannte title-Tags bei Links.

Auch wenn der Google Algorithmus (also die Software hinter Google, die entscheidet, an welcher Stelle in den Suchergebnissen eine Webseite steht) immer klüger wird, muss man ihm doch manchmal helfen und ihm zum Beispiel verraten, welche Information sich hinter einem Link versteckt, ohne das er selbst nachschauen muss.

Du kannst das, in dem du den sogenannten „title-Tag“ bei Links verwendest. Dieser title-Tag macht nichts anderes, als dass er einem Link nochmal so etwas wie eine Überschrift gibt.

Früher konnte man in WordPress z. B. den title-Tag ganz einfach beim Anlegen eines Links mit angeben. Mittlerweile musst du in die „Text“-Ansicht wechseln. Das ist zwar etwas aufwendiger, aber trotzdem nicht besonders kompliziert. Ein Link sieht dann wie folgt aus: <a href=“http://example.org“ title=“Hier ist die Beschreibung des Links zu finden“>Beispiellink</a>.

6. Baue – wertvolle! – Backlinks auf.

Backlinks sind Links, die von anderen Webseiten zu deinem Blog bzw. deinen Artikel führen. Diese Links sind wichtig, weil Anzahl und Qualität dieser Links Google ein Gefühl dafür geben, wie wichtig deine Webseite ist. Es ist daher extrem wichtig, solche Links zu deinem Blog aufzubauen.

Am einfachsten geht das, wenn du selbst hochwertige Artikel zu wichtigen Themen oder einfach spannende, lustige oder interessante Artikel schreibst. Dann nämlich werden Menschen ganz freiwillig auf dich und deine Inhalte verlinken. Dafür hilft es zum Beispiel andere Blogs zu kommentieren und sich an Diskussionen in den sozialen Medien wie Twitter und Facebook zu beteiligen. So werden Menschen auf dich und dein Blog aufmerksam.

Aber Link ist nicht gleich Link. Mit minderwertigen Links richtest du mehr Schaden an, als dass dir diese Links helfen würden. Meine Erfahrung zeigt, dass sich ein Linktausch eigentlich nie lohnt. Und du solltest auf jeden Fall auch auf Links aus Webkatalogen und Artikelverzeichnissen verzichten.

Als Faustformel gilt: Je leichter du einen Link bekommst, umso minderwertiger ist er.
Eher minderwertige Links sind daher Links aus Foren, Blogkommentaren, Artikelverzeichnissen oder Linklisten. Hochwertig – weil schwer zu bekommen – sind Links aus Artikeln anderer Blogs, Links von großen Nachrichtenseiten oder (das ist die Königsdisziplin!) Links aus der Wikipedia.

7. Verzichte auf Spamlinks.

Da diese Links minderwertig sind und dir in großer Zahl schaden werden, solltest du auf Spamlinks ganz verzichten. Dazu gehören:

  • Blogkommentare auf fremden Blogs, wenn du eigentlich nur einen Link abgreifen willst. (Erlaubt ist natürlich, wenn du wirklich an einer Diskussion teilnimmst.)
  • Links aus Forensignaturen, wenn du dich an diesen Foren nur beteiligst, um Links abzugreifen.
  • Twitter- und Facebookspam.

Jeder Spamlink führt dazu, dass Google dich auf Dauer abstrafen wird.

8. Baue Social Signals auf.

Sharing Buttons für SEO
Sharing Buttons vereinfachen das Teilen!

Unter Social Signals versteht man Hinweise, die Google von sozialen Netzwerken wie Twitter und Facebook erhält. Denn – und das klingt ja irgendwie plausibel – je häufiger ein Artikel geteilit wurde, je mehr Likes oder Retweets er hat, umso wichtiger und beliebter scheint dieser Artikel zu sein. Das versteht auch Google und nutzt diese Signale aus sozialen Netzwerken daher auch für die Reihenfolge von Suchergebnissen.

Du solltest es deinen Lesern und Fans daher besonders einfach machen, deine Artikel zu teilen, etc. Baue deshalb Buttons einbauen, mit denen man deinen Artikel gleich teilen kann.

Wichtig ist aber auch der Einbau sogenannter Open Graph Informationen, mit denen soziale Netzwerke immer eine schöne Vorschau deines Artikels anzeigen können. Für WordPress gibt es dafür einige Plugins.

9. Mache dein Blog zur Marke.

Damit andere Menschen freiwillig auf dein Blog verlinken, solltest du dein Blog zur Marke machen.

Das klappt am besten, wenn du dich mit deinem Blog auf ein Thema spezialisierst und dein Blog somit für viele Menschen zur ersten Anlaufstelle wird, wenn sie eine bestimmte Frage haben.

10. Werde selbst zur Marke.

Doch auch du selbst kannst und solltest zur Marke werden. vor allem einige Fashion- und Travelblogger machen das schon ganz gut vor: Sie sind echte Spezialisten auf ihrem Gebiet und werden auch von anderen Menschen und Medien als solche wahrgenommen.

Um zur Marke zu werden, solltest du an jeder Stelle, an der man dich treffen kann, auch dieses Bild des Experten schon aufzeigen: Verlinke in der Signatur auf dich und dein Blog, verlinke dein Blog in sozialen Netzwerken wie Facebook und Twitter und trete bei Events und Konferenzen auch immer als deine eigene Marke auf.

Um zur Marke zu werden, musst du aber auch stark in der Öffentlichkeit stehen. Manchen gefällt das, andere hadern damit eher ein wenig. Diese Entscheidung musst du für dich selbst treffen.

Nächste Woche: Das Keyword

Auch nächste Woche habe ich wieder 10 neue Tipps für dich. In diesen Tipps wird es dann ganz um das „Keyword“ gehen. Bis dahin solltest du versuchen, die letzten Tipps der Artikelserie zu beherzigen und umzusetzen. Wenn du Fragen hast: Einfach in die Kommentare damit!

2 Kommentare

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