im fünften und vorerst letzten Teil meiner Artikelserie zum Thema SEO für Blogger, erkläre ich dir, warum es wichtig ist zur Marke zu werden & wie du das schaffst und gebe dir außerdem ein paar Expertentipps.
Um die hier genannten Tipps erfolgreich umzusetzen, solltest du zunächst die Teile 1, 2, 3 und 4 durcharbeiten.

1. Schreibe Pressemitteilungen.

Freischwimmen und zur Marke werden: Wichtig auch für SEO
Schwimm dich von der Masse frei und werde selbst zur Marke. Das hilft auch beim SEO!

In Teil 3 habe ich dir bereits erklärt, dass es wichtig ist, das eigene Blog und sich selbst als Marke zu verstehen. Dafür ist es zunächst wichtig, innerhalb der eigenen Zielgruppe Bekanntheit aufzubauen: Durch die Beteiligung an Diskussionen mit bekannten und thematisch verwandten Bloggern in sozialen Netzwerken, durch das Kommentieren von Artikeln anderer Blogger und in der Interaktion mit den eigenen Lesern.

Genauso wichtig ist jedoch auch die Kommunikation mit anderen Menschen. Mit Menschen, die dein Blog noch nicht lesen, dir aber prinzipiell wohl gesonnen sein und als Mediator nutzen könnten. Dazu gehören zum Beispiel Journalisten.

Um Journalisten mit einer Botschaft zu erreichen, sind Pressemitteilungen immer noch gut geeignet. Sie setzen allerdings einige Dinge voraus:

  • Du hast einen Verteiler wichtiger Empfänger.
    Diese Empfänger können Redakteure überregionaler Print- und Onlinemagazinen sein, aber auch Autoren regionaler Tageszeitungen oder Rundfunksender.
  • Du kennst die meisten dieser Empfänger schon und die Empfänger dich auch.
    Im besten Fall hast du mit jedem einzelnen deiner Empfänger schon einmal gesprochen oder geschrieben (auf einer Messe, per E-Mail oder bei Twitter) und hast deshalb auch eine E-Mail-Adresse.
  • Du hast eine echte Neuigkeit zu erzählen.
    Ein neuer Blogbeitrag ist keine Neuigkeit! Versetze dich in die Lage des Empfängers: Welche Neuigkeit ist so wichtig, dass sie auch andere Menschen in der Zeitung interessieren könnte?
  • Deine Information passt zum Medium des Empfängers.
    Es hilft nicht, einem Finanzredakteur Informationen zu einem Foodblog zu schicken oder einer Modejournalistin eine Pressemitteilung zu deinem Reiseblog.

Du brauchst ein Beispiel? Gern!
Ich habe bis vor einiger Zeit für viele Jahre das WordPress Blog „wplove.de“ betrieben. In diesem Zusammenhang habe ich Technikjournalisten Informationen zu Sicherheitsrisiken bei WordPress geschickt. In einem Fall hat das zu einer sehr prominenten Berichterstattung in einem Printmagazin geführt.

2. Schreibe regelmäßig.

Nur wer regelmäßig von sich hören lässt, bleibt auch im Gedächtnis. Das gilt insbesondere auch für Blogger und Google.

Du musst nicht jeden Tag was neues schreiben, aber du solltest regelmäßig schreiben. Denn je aktueller und gepflegter dein Blog ist, umso besser gefällt er auch Google.

3. Vermeide doppelten Content.

Google hasst doppelten Content. Denn das bedeutet, dass Google selbst herausfinden muss, von wem eine Information stammt, oder welche Seite wichtiger ist.

Du solltest in deinem Blog daher darauf achten, dass jeder Artikel nur unter einer URL auffindbar ist oder die sog. „canonical url“ gesetzt ist. Damit weiß Google dann ganz automatisch, welche Seite in den Suchergebnissen ausgespielt werden muss. Bei WordPress gilt: Gute SEO Plugins (z. B. wpSEO) können diese canonical url automatisch setzen.

Du solltest jedoch auch darauf achten, dass du Abbindertexte und Absätze die du häufig verwendest (z. B. um Leser zum Abonnieren deines Newsletters aufzufordern) ab und an variierst.

4. Verwende einige gute SEO Plugins.

SEO Plugins für WordPress gibt es wie Sand am Meer. Aktuell sind es mehr als 1000 Plugins. Aber du solltest auf keinen Fall all diese 1000 Plugins installieren. Installiere zwei, drei gute Plugins, mit denen du alles abdecken kannst.

Ich zum Beispiel schwöre auf wpSEO, auch wenn das ein paar Euro kostet. Dafür kann ich auf viele andere Plugins komplett verzichten.

5. Verwende insgesamt wenige Plugins.

„Viel hilft viel!“ ist aus Blogger- und Suchmaschinensicht leider vollkommener Quatsch. Nur weil es für jedes Problem auch ein Plugin gibt, sollte man nicht jedes Plugin installieren.

Denn je mehr Plugins an deinem Blog herumwerken, umso fehleranfälliger, langsamer und angreifbarer wird dein Blog.

Für dich sollte daher gelten, dass du so wenige Plugins wie möglich verwendest. Frage dich vor jeder Plugininstallation immer „Brauche ich das wirklich oder geht es auch ohne?“

6. Führe regelmäßige Updates durch, um Sicherheitslücken zu vermeiden.

WordPress, Plugins und Co sind – wie jedes Betriebssystem – Softwareprodukte. Die können manchmal auch Sicherheitslücken haben. Nur, wer regelmäßig Updates seiner Software durchführt, kann diese Sicherheitslücken vermeiden.

Damit dein Blog nicht missbraucht oder deine persönlichen Daten gestohlen werden, führe so häufig wie möglich Updates durch: Für deine Blogsoftware (z. B. WordPress), dein Theme oder deine Plugins.

7. Schreibe zwei Beschreibungen für zwei Keywords.

Einen spannenden Tipp habe ich bei 121Watt gefunden: Die Meta Beschreibung (du erinnerst dich an Tipp 28) ist wichtig, damit Suchende aus den Suchergebnissen auf deine Webseite klicken. Normalerweise ist diese Beschreibung nur 140-165 Zeichen lang.

Wenn du mit deiner Website aber zu zwei verschiedenen Suchbegriffen gefunden werden willst, dann schreibst du einfach zwei Beschreibungen mit der doppelten Zeichenanzahl. Google sucht sich dann den richtigen Ausschnitt raus. Es ist nur wichtig, dass du diese zwei Abschnitte klar durch einen Punkt trennst.

Wenn du zum Beispiel zum Beispiel zu den zwei Suchbegriffen „New York Cheesecake im Glas“ und „New York Cheesecake mit Keksboden“ bei Google gefunden werden willst, dann schreibst du einfach zwei Beschreibungen mit jeweils 140 Zeichen:

  • Finde hier das beste Rezept für New York Cheesecake im Glas und werde backe in nur 2 Stunden den besten Cheesecake deines Lebens. Jetzt backen.
  • Finde hier das beste Rezept für New York Cheesecake mit Keksboden und werde backe in nur 2 Stunden den besten Cheesecake. Jetzt backen.

Diese zwei Beschreibungen kombinierst du dann zu:

  • Finde hier das beste Rezept für New York Cheesecake im Glas und werde backe in nur 2 Stunden den besten Cheesecake deines Lebens. Jetzt backen. Finde hier das beste Rezept für New York Cheesecake mit Keksboden und werde backe in nur 2 Stunden den besten Cheesecake. Jetzt backen.

8. Verwende HTML-Sonderzeichen, um aufzufallen.

Ebenfalls ein beliebter Tipp, um in den Suchergebnissen aufzufallen und somit mehr Klicks zu bekommen: HTML Sonderzeichen.

Es gibt eine Reihe solcher Sonderzeichen (sog. HTML Entities), die Google auch in den Suchergebnissen anzeigt. Zum Beispiel könntest du deine Beschreibung beenden mit „→ Jetzt klicken„.

9. Verwende strukturierte Daten.

Eine weitere Möglichkeit, um in den Suchergebnissen aufzufallen und Google die Einordnung deiner Inhalte zu vereinfachen, sind sogenannte strukturierte Daten.

10. Content optimieren

Einmal geschrieben und fertig? Pustekuchen! Suchmaschinenoptimierung bedeutet vor allem, dass man regelmäßig und immer wieder optimiert.

Du solltest daher auch regelmäßig deine alten Artikel anschauen und überprüfen, ob du dort Dinge verbessern kannst. in den allermeisten Fällen wirst du das mit „Ja!“ beantworten können.

Nur eine Sache solltest du niemals machen: Ändere niemals den Permalink eines Artikels.

Und ein 11., wichtiger Tipp: Lass dir keinen Quatsch verkaufen.

Es gibt im Internet viele Menschen und Agenturen, die Suchmaschinenoptimierung als professionelle Dienstleistung verkaufen. Das ist gut, weil viele Unternehmen eine solche Unterstützung auch gut gebrauchen können.

Leider gibt es aber auch viele schwarze Schafe. Menschen und Agenturen, die deine Unwissenheit ausnutzen wollen. Lass dir keinen Quatsch verkaufen!

Niemand, wirklich niemand kann dir eine Positionierung deines Blogs in den Top 10 eines umkämpften Suchbegriffs garantieren! Und niemals solltest du 1000 Links aus irgendwelchen Foren kaufen.

Wenn dir jemand etwas verkaufen will, frage dich immer: „Brauche ich das wirklich?“

Noch Fragen?

Ich hoffe mit diesen 50+1 Tipps konnte ich dir ein wenig helfen. Wenn du diese Liste gewissenhaft abarbeitest, wirst du bestimmt einige Verbesserungen sehen.

Aber erinnere dich immer daran, dass das Thema Suchmaschinenoptimierung

  1. etwas Zeit kostet,
  2. Ergebnisse nicht sofort zu sehen sind, sondern manchmal erst nach einiger Zeit Wirkung zeigen,
  3. auch deine Mitbewerber sich stets verbessern und das vielleicht besser tun als du.

Falls du noch Fragen hast, dann stelle mir die bitte in den Kommentaren. Ich will versuchen jede einzelne auch zu beantworten!

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