Über Weihnachten hatte ich das Vergnügen, die Sennheiser Momentum On-ear auszuprobieren. Eben die Kopfhörer, die mich schon vor einiger Zeit mal schwer beeindurckten. Nun durfte ich also auch mal stundenlang Musik damit hören. Von „Verliebtheit“ zu sprechen, wäre zu viel des Guten. „Beeindruckend“ trifft es aber auch vom Klangbild ganz gut. Aber der Reihe nach.

Design

Die Sennheiser Momentum sehen extrem gut aus. Der Bügel aus gebürstetem Stahl (vermutlich) spricht für Zeitlosigkeit und Eleganz, aber auch für Werthaftigkeit und Moderne. Dazu passend sehen auch die Ohrmuscheln – obwohl aus Kunststoff – überhaupt nicht billig aus. Die Polster sind aus weichem und angenehmen Stoff. Ich könnte nun noch mehr Attribute heraufbeschwören, man kann’s aber auch verkürzt sagen: Die Dinger sehen einfach verdammt gut aus. Einziges Manko: Das Kabel ist ein schnödes Kunststoffkabel. Da hatte ich irgendwie ein Textilkabel erwartet.

Tragekomfort

Eigentlich mag ich keine On-ear-Kopfhörer, deshalb war ich von den Momentum umso überraschter. Die sitzen gut und fest, ohne zu sehr zu drücken. Der weiche Stoff auf den Polstern trägt dazu sicherlich auch bei. Selbst bei heftigen Kopfbewegungen verrutscht der Kopfhörer nicht.
Aber der Nachteil von On-ear-Kopfhörern hat sich dann nach etwa zwei Stunden Dauerbeschallung gezeigt: Meine Ohren waren warm und taten weh (weil ständig an den Kopf gedrückt). Das war eben der Grund, warum ich On-ear bislang nicht mochte, bei den Momentum könnte ich damit aber leben. Leider konnte ich bisher die Over-ear noch nicht richtig testen. Wenn ich dazu mal die Chance habe, folgt hier der Bericht.[separator]

Klang

Nun zum wichtigsten, dem Klang der Sennheiser Momentum. Der wird einem Klassikfan nicht gefallen und auch für Pop ist der Kopfhörer wahrscheinlich nicht geeignet. Für Hip-Hop und auch Indie aber offenbar umso mehr. Um ein möglichst ausgeglichenen Eindruck zu bekommen, war mein Referenzalbum Max Herres „KAHEDI Radio Show“, das MTV Unplugged Album, das er vor einigen Tagen veröffentlicht hat. Das schien mir gut geeignet, weil es zum Einen die Genres widerspiegelt, die ich regelmäßig höre und zum anderen auf dem Album ja auch eine Mischung aus Hip-Hop und Akkustik zu hören ist, das Klangbild also durchaus in verschiedene Richtungen geht.

Und der Sound hat mich begeistert: Die Bässe sind sehr prägnant, die Mitten ebenfalls. Nur bei den Höhen fehlt es ein bisschen an Brilianz, der Sound ist insgesamt eher etwas „dumpf“. Ein Klassikfan kann daher mit den Kopfhörern wohl eher nix anfangen, wer Hip-Hop hört, aber eben schon.

Fazit

Mich haben die Kopfhörer im Kurztest (hat nur etwa 2 Tage gedauert) schon überzeugt. Ob die Sennheiser Momentum auch im Alltag was taugen, kann ich damit natürlich nicht beurteilen. Dazu müsste ich die Kopfhörer noch ein zweites Mal testen, dann aber für einige Wochen im Alltag. Das Problem daran: Mit etwa 200,- EUR sind die Momentum alles andere als günstig (für die Over-ear werden sogar etwa 300,- EUR fällig) und für mich derzeit einfach nicht erschwinglich. Gemessen an meinem Eindruck vom Kurztest sind sie das aber auch auf jeden Fall wert!

Alle hier verwendeten Bilder: © Sennheiser electronic GmbH & Co. KG, www.sennheiser.com

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