Mein eigenes Weihnachtsgeschenk habe ich mir vor einigen Wochen schon selbst gemacht. Ich habe mir eine Fuji X20 gekauft. Das ist die Kamera, die ich immer gesucht habe.

Seit einigen Jahren suche ich die für mich am besten geeignete Kamera. Eine Kamera, bei der man alles selbst bestimmen kann (Brennweite, Belichtungszeit, Blende), die mich aber gleichzeitig nicht überfordert. Sowas, wie meine alte analoge Minolta Kleinbildkamera. Nur eben in digital. Und in schön.

Eine digitale Spiegelreflexkamera habe ich ausprobiert, war nicht das richtige: Die Bilder sind nie so geworden, wie sie sein sollten. Ordentliche Objekte waren viel zu teuer. Der ganze Apparat (zugegeben, war auch eine Olympus E-610, da kann man vermutlich nicht so viel verlangen) hat mich komplett überfordert.
Meine erste Bridgekamera war auch nix. Nur Schrott.
Und die letzte digitale Kompaktkamera war der größte Müll: Die Plastikwippe zur Veränderung der Brennweite war echt Schrott, die Bildprogramme konnten viel fancy Zeug, aber einfach mal die Blende selbst regeln war nicht drin.

Aber jetzt habe ich die für mich perfekte Kamera gefunden: Die Fuji X20!

  1. Die X20 sieht gut aus und ist absolut hochwertig verbaut. Klein Plastikgefummel (außer ein paar Knöpfchen), sondern hochwertiges Metall. Damit ist der Body besser als der meiner damaligen SLR. Und sie sieht fast so aus, wie meine Minolta.
  2. Ich kann die Brennweite über einen Objektivring steuern! Keine Daumenwippe, kein Gefummel mit dem Zeigefinger mehr. Einfach drehen, yeah!
  3. Die X20 hat einen optischen Sucher. Der ist zwar nur ein Hilfsmittel und zeigt nicht exakt den späteren Bildausschnitt an, er ist aber insbesondere bei schwierigen Lichtverhältnissen und in Situationen, in denen man das Display nicht nutzen kann, eine riesengroße Hilfe.
    Im Sucher werden zudem die wichtigsten Infos angezeigt, so etwa eine Belichtungshilfe oder ob der Fokus passt.
  4. Zwar hat die Fuji auch jede Menge Motivprogramme, aber ich kann wie bei einer DSLR Blende und Belichtungszeit manuell anpassen. Über ein stabiles Metallrad hat man zudem auch direkten Zugriff auf die Belichtungskorrektur (in +/- 5 Schritten).
  5. Sie macht ganz ordentliche Bilder. Ein paar Schnappschüsse gibt’s ein wenig weiter unten.

Alles in allem ist die Fuji X20 genau das, wonach ich immer gesucht habe.
Deshalb war ich auch bereit, den Preis von etwa über 400 € zu zahlen. Für eine Kompaktkamera nicht ganz ohne, aber ich bin mir sicher, dass sie mir lange Dienste leisten wird.

Wer die Kamera noch kaufen will, sollte sich übrigens beeilen: Weder online, noch in einigen Hamburger Filialen der großen Elektronikketten Saturn und Mediamarkt war sie noch zu bekommen, in kleineren Elektroläden auch nicht mehr. Amazon scheint aktuell ausverkauft, bekommt aber offenbar nochmal einen Schwung rein.

Der X20 Nachfolger, die Fuji X30 bringt zwar einige Verbesserungen mit, hat aber keinen echten optischen Sucher mehr und ist damit irgendwie auch nicht mehr das Wahre.

Bei Amazon kostet die Kamera derzeit etwa 425€.

Ich habe in den vergangenen Tagen ein paar Schnappschüsse gemacht, zu mehr war noch keine Zeit. Aber schon jetzt gefallen mir die Ergebnisse ganz gut. (Ja, in Farbe geht auch.)

Das Titelbild ist allerdings nicht von mir. Das hat Alexandre André aufgenommen und unter CC BY-SA 2.0 lizenziert.

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