Ich bin nun wahrlich kein Apple-Fanboy. Zumindest glaube ich das von mir behaupten zu können. Aber mit der Präsentation des iPhone 5 am gestrigen Abend (nach deutscher Zeit) bin ich mir sicher, dass ich das neue Smartphone mit dem Apfellogo haben will. Nein, haben muss.

Zum Einen nervt mein „altes“ iPhone 4. Das ist nach zwei Jahren dann doch schon irgendwie in die Jahre gekommen: Eher langsam, der Home-Button ist etwas ausgenudelt und der Akku hält auch nicht mehr das, was er mal am Anfang war.

Und ich gestehe: Ich finde das neue iPhone einfach totschick. Und das ist dann doch irgendwie erstaunlich: Während Samsung oder HTC ständig irgendwelche neue Geräte raushauen (in ganz unterschiedlichen Preisgruppen, für offenbar sehr unterschiedliche Zielgruppen), wäre da kein einziges Gerät dabei, das ich auch nur irgendwie schön finden würde. Selbst Samsung aktuelles Flaggschiff (das Galaxy S2) sieht in meinen Augen nur billig aus. Apple hingegen macht nur minimale Änderungen und macht das iPhone trotzdem wieder einmal totschick. Ich gestehe: Auf sowas fahr ich ab.

Und auch das neue Kabel (ganz Apple-typisch „Lightning“ genannt) begeistert mich dann irgendwie schon. Nicht deshalb, weil es nicht wie ein schnödes Kabel aussieht (wie man das von HTC, Samsung und Konsorten kennt) sondern echt „hübsch“ ist. Auch nicht deshalb, weil Apple wieder ein dickes Zubehörgeschäft winkt – Ich habe es vor 5 Jahren leider versäumt mein Erspartes in Apple-Aktien anzulegen. Nein, vor allem deshalb, weil endlich mal jemand ein Kabel gebaut hat, bei dem es egal ist, wie ich es ins Gerät schiebe und nicht erst die richtige Seite suchen muss. Da bin ich in der Meinung übrigens eins mit der von Nico Lumma.

Also: Ich werde das iPhone kurz- oder mittelfristig kaufen. Nur die Finanzierung muss ich noch gebacken kriegen.

Aber: Telekom und Co.

Seit ich mein erstes Handy habe, bin ich Kunde beim magentafarbenen T. Und ich glaube daran wird sich auch erstmal nichts ändern, weil ich dann doch irgendwie zufrieden bin. Was mich aber wieder mal ärgert, sind die Tarife, die die Telekom für das neue iPhone jetzt vorgestellt hat. Eigentlich ändert sich in meinem Studententarif nicht viel.

Aber: Nach 1GB werde ich auf lausige 64kBit/s gedrosselt. Auch mit einem Telefon, das dann jetzt LTE unterstützt. Für weitere 600MB mit LTE-Speed will die Telekom dann 10 Euro im Monat. So wie es aussieht aber nur in den regulären Tarifen; Nicht in meinem Studententarif. Da muss ich nach Erreichen der Volumengrenze dann die „SpeedOn“-Option buchen. Für kräftige 5 Euro mehr. Ob ich damit dann wieder in den Genuss von LTE-Geschwindigkeit komme, weiß ich nicht so genau. Sowie scheint diese Tarif-Überlegung bisher nur halbgar zu sein.

Das ärgert mich maßlos, obwohl die Telekom da es nicht anders macht, als alle anderen Netzbetreiber: Wir Deutschen zahlen nicht nur extrem viel für unsere Mobilfunkverträge (im Vergleich zu vielen europäischen Nachbarn), sondern werden nach mickrigen 1GB auch ausgebremst. Damit macht selbst das tollste Handy (von welchem Hersteller dann auch immer) einfach keinen Spaß mehr.

Wie war das noch mit Deutschland und Spitze in der IT?! Mit sowas wird’s jedenfalls nicht einfacher.

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