Wenn sich unsere Tochter an den für sie errechneten Plan hält, dann wird sie in etwa sechs Wochen auf die Welt kommen. Wir kämpfen unterdessen mit Anträgen. Denn so eine Geburt ist nicht nur ein biologisches Wunder, sondern vor allem ein bürokratischer Verwaltungsakt.

Wahrscheinlich mussten schon mehrere Bäume für uns sterben. Nach dem Antrag für Kindergeld, dem Antrag für Elterngeld, Anträgen zur Elternzeit, zwei Erklärungen zum Einkommen, dem Antrag für Mutterschaftsleistungen, Nachweise über ein Beschäftigungsverbot, Einkommensnachweisen und vielen weiteren Vordrucken ist – schon jetzt! – ganz schön viel Papier zusammengekommen. Auch, weil wir bei jedem Antrag im ersten Durchlauf erst einmal irgendwelche Fehler gemacht haben.

Dabei kann ich erst einmal froh sein. Ninja konnte – aufgrund ihres aktuellen Beschäftigungsverbots – sich informieren und in Erfahrung bringen, welches Formular wir wofür ausfüllen müssen. Und am wichtigsten: Wo man diese Formulare überhaupt bekommt.

Nach ihrer Vorbereitung mussten wir dann nur noch gemeinsam ausfüllen. „Nur noch.“ Trotz zwei erfolgreich abgeschlossener Studien, zig Einkommensteuererkläungen und ein bisschen Grips im Kopf sind wir nicht sicher, ob jetzt alles richtig ist.

Ich frage mich jetzt vor allem: Wenn ich das schon kompliziert finde, was tun dann Menschen mit einem geringeren Bildungsniveau?

P. S.: Wer die Überschrift nicht versteht, here you go.

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